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Christiane Löhr
- im Raum - Objekte und Zeichnungen - 25. Mai bis 06. Juli 2019

 

Die Galerie ist am 12.6. und 19.6. geschlossen.

Eröffnung: Samstag, 25. Mai 2019, 16-19 Uhr

Wir freuen uns auf die vierte Einzelausstellung mit neuen von Christiane Löhr im Galerieraum platzierten Zeichnungen und Objekten.

Christiane Löhr hat in mehr als zwanzig Jahren ihres künstlerischen Schaffens ein breites skulpturales und zeichnerisches Oeuvre entwickelt. Löhr studierte in den 90er Jahren an der Kunstakademie in Düsseldorf bei Jannis Kounellis, dem 2017 verstorbenen bedeutenden Mitbegründer der Arte Povera Bewegung. Bereits vor dieser Zeit hatte Löhr sich intuitiv entschieden, als künstlerische Sprache für ihre Objekte als künstlerische Sprache ausschließlich Naturmaterialien zu verwenden.

„Dass ich mit Materialien aus der Natur arbeite, bedeutet nicht, dass ich über Natur arbeite. Mich leiten die klassischen Fragen der Bildhauerei wie Proportion, Volumen, Spannung, Ausgewogenheit, Leere, Fülle, Fragilität, Stabilität.„

Dabei ist für Löhr das Machen einer Skulptur etwa durch Zusammenfügen vorgefundener Pflanzenteile wie Grashalme oder Samen zumeist den Gesetzen von Konstruktion und Geometrie folgend ebenso bedeutend wie deren Setzung im sie umgebenden Raum.

„Mich interessiert wie sich etwas im Raum verhält. Der Raum spielt eine große Rolle
in meinen Arbeiten. Es ist nicht so, dass sie den Raum verdrängen, vielmehr umschließen sie ihn, er fließt durch sie hindurch und es ergeben sich Raumverdichtungen.“

In der Galerieausstellung werden u.a. eine Samenwolke an der Decke und eine Gruppe von Objekten in einer spezifischen Konstellation zueinander platziert präsentiert. Daneben werden Zeichnungen vom kleinen (27 x 20 cm) bis zum sehr großen Format (153 x 196 cm) gezeigt.

Auch in ihren Zeichnungen erforscht Löhr Raum. Mit Linien aus Bleistift oder Ölpastell zerteilt, untergliedert sie den Blattraum und entdeckt die sich ergebenden Flächen und deren unterschiedliche Lichtintensität.

„Die minimalen Dinge sind total wichtig. Die Linien öffnen und schließen den Raum. Sie haben vielleicht so etwas wie eine Persönlichkeit.“

Christiane Löhr wurde 1965 in Wiesbaden geboren, sie lebt und arbeitet in Köln und Prato. Ihre Arbeiten werden in Museen und Galerien im In- und Ausland gezeigt, besonders stark präsent sind ihre Arbeiten in Italien, Griechenland, den USA und Japan. 2001 nahm sie an der von Harald Szeeman kuratierten Ausstellung “Plateau der Menschheit“ auf der 49. Biennale von Venedig teil. Im Frühjahr 2018 zeigte sie auf Einladung von Tony Cragg eine Auswahl ihrer filigranen Skulpturen in der monumentalen Halle im Skulpturenpark Waldfrieden in Wuppertal. Bis Mitte Juli zeigt das Wilhelm Hack Museum in Ludwigshafen Skulpturen von Christiane Löhr und Mitte Mai wurde ein von ihr installierter Raum in der Galleria delle Prigioni der Fondazione Benetton in Treviso, Italien, eröffnet.

(Zitate: Christiane Löhr im Gespräch mit Kerstin Stremmel, 2017, und Jens Peter Koerver, 2018)


 
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